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Agora débats/jeunesses n° 45

Junge Generationen in Europa : Ost-West Blickwinkel

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Liste aller Nummern

• Die Vergessenen von Morgen

Gespräch mit Louis Chauvel, geführt von Chantal de Linares und Jean-Claude Richez

Im Laufe dieses Gesprächs notiert Louis Chauvel, der über den Platz der Jugendlichen im Präsidentschaftswahlkampf und darüber hinaus innerhalb der Gesellschaft befragt wird, eine Art „Kehrtwendung“ von Seiten der Jugendlichen, die sich der Situation, die ihnen gemacht wird, bewusst werden. Trotz allem bereitet Frankreich, und dies ist eine nationale Besonderheit, wenig Platz für Jugendliche mit Diplomen und gar keinen Platz für Jugendliche ohne Qualifikation. Diese Frage der bedrohten Zukunft der neuen Generationen ist eine bedeutende politische Herausforderung, die dringend berücksichtigt werden muss.

THEMA

JUNGE GENERATIONEN IN EUROPA : OST-WEST BLICKWINKEL

• Junge Generationen in Europa : Ost-West Blickwinkel

Pierre-Marie Chauvin, Caroline Dufy, Elisabeth Gessat-Anstett, Ronan Hervouet

• Erwachsen werden : vier Europäische Modelle

Cécile Van de Velde

Dieser Artikel definiert vier Modelle des Eintritts in das Erwachsenenleben in Westeuropa und analysiert dabei die bedeutendsten politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Grundlagen. Er bezieht sich auf die vergleichende Analyse der Familien- und beruflichen Wege der jungen Erwachsenen in Dänemark, im Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Spanien anhand der Auswertung von sechs Wellen des europäischen Panels der Haushalte (1994-1999) ergänzt durch mehr als hundertfünfunddreissig vertiefte Gespräche mit Dänen, Britten, Franzosen und Spaniern im Alter zwischen 18 und 30 über Familienbeziehungen, das Verhältnis zum Studium sowie die mit dem Erwachsenenalter verbundenen Vorstellungen.

• Polen, die Jugendlichen im Mittelpunkt der Unsicherheit des Arbeitsplatzes

Stéphane Portet

Das zeitgenössische Polen unterliegt einer starken Dynamik der flexiblen und prekären Arbeitsverhältnisse. Dieser Artikel zeigt, dass die Jugendlichen eine zentrale Kategorie dieses Vorganges sind, sowohl als Opfer wie auch als „soziale Träger“ der aktuellen Veränderungen. Ein neues Verhältnis zum Arbeitsvertrag erscheint und zwar objektiv durch die Entwicklung des Self-Employments gekennzeichnet und subjektiv durch eine Generationswelle der jungen Berufstätigen, die sich vom Verlangen nach Sicherheit und Stabilität der älteren Arbeitnehmer stark abhebt.

• Die portugiesischen Nachkommen : eine neue erste Generation von Auswanderern

Irène Dos Santos

Auf der Basis einer Arbeit an Ort und Stelle, die mit Jugendlichen aus der portugiesischen Migration durchgeführt wurde, analysiert die Autorin die vom portugiesischen Staat ausgearbeitete Politik seit dem Ende der 90er Jahren im Hinblick auf die Generation der Migranten Kinder : die portugiesischen Nachkommen. Diese Politik, die auf die Bildung eines Diaspora Bewusstseins abzielt, beruht auf eine Auffassung der vordergründigen nationalen Zugehörigkeit im Abstand mit der Identität dieser „zweiten Generation“.

• Unternehmensgründung und Wünsche nach Autonomie

Fabien Reix

Die Analyse der Lebenswege von fünfundvierzig Unternehmensgründern aus Aquitanien zeigt, dass der Aufbau der Lebenswege dieser Unternehmer sich sowohl in Familien- wie in historischen Generationenlogiken einfügt. Dieser Artikel zeigt also, dass der unternehmerische Einsatz sowohl aus einem Willen, sich von seinem Familienerbe zu distanzieren, hervorgeht wie auch aus dem Wunsch, von der jungen Generation verkörpert, sich von einem Teil der Zwängen des modernen Kapitalismus zu befreien und zwar durch die Unterstützung einer neuen Auffassung der Arbeit, die sich in ein „globales Lebensprojekt“ integriert.

• Zwei Generationen im Hinblick auf Tauschhandel im Russland der 90er Jahren

Caroline Dufy

Durch das Beispiel von Russland im Übergang zur Marktwirtschaft und die Analyse der Arten des Tauschhandels besteht der Gegenstand dieses Beitrags darin, zu verstehen, wie die Akteure auf eine brutale Änderung des wirtschaftlichen Umfelds reagieren. Auf der Grundlage einer in der Region Ural durchgeführten ethnographischen Untersuchung zeigen wir, dass auf die gleiche Art und Weise wie der Markt nicht spontan entsteht, indem er das sowjetische Erbe wegfegt, die jungen Unternehmer die älteren Generationen nicht ersetzt haben. Unsere Untersuchung zeigt, dass sich in der postsowjetischen Zeit die verschiedenen Generationen von Unternehmern manchmal weiniger durch ihre Handlungsweisen unterscheiden als durch verschiedene Auffassungen der wirtschaftlichen Handlung, die je nach ihrer Erfahrung des Unternehmens und des Normen- und historischen Umfelds in dem sie sich gebildet hat, geformtwurden.

• Kann ein Minderjähriger Präsident oder Schatzmeister eines Vereins sein ?

Jean-Claude Bardout

Aufgrund des Vereinsrechts der Kinder, das von der internationalen Konvention der Rechte des Kindes garantiert wird, kann ein Minderjähriger einem Verein beitreten und an seiner Gründung teilnehmen. Nur der Verein, durch seine Statuten, kann ein Mindestalter für die Wählbarkeit zu den leitenden Posten definieren. Es scheint keine gesetzliche Grundlage zu geben für das Verbot, das manchmal gegenüber Minderjährigen erteilt wird, Leitungs- oder Verwaltungsfunktionen des Vereins des gemeinen Rechts auszuüben. Unsere Vereine sollten sich also durch die neuen Organisationsformen der Teenagers bereichern.

• Die Auffassungen der Autonomie : eine Sache des Geschlechts

Monique de Saint Martin, Judit Vari, Barbara Bauchat

Dieser Artikel bezieht sich auf eine sekundäre Analyse der Untersuchung Erziehung und Familie (INSEE 2003) und auf eine Erkundungsuntersuchung bei Eltern und Jugendlichen und zeigt dabei, dass selbst wenn jene sich meistens über ein Familien Erziehungsmodell einigen, das das Erlernen der Autonomie anerkennt und hervorhebt, es trotzdem Unterschiede gibt in der Art und Weise, diese Autonomie zu verstehen bei den einen und bei den anderen je nachdem ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen ist und je nach sozialer Kategorie. Eltern und Jugendliche, Jungs oder Mädchen scheinen recht stark an die differenzierten Auffassungen der Autonomie je nach Geschlecht zu hängen. Dies geht nicht ohne Spannungen, die manchmal in Konflikten ausarten.

mel Donnerstag 18. Oktober 2007
update Donnerstag 18. Oktober 2007

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